E-VENT  Weniger Energiebedarf und Treibhausgasemissionen von Klärwerken

Projekttitel

Evaluation von Verfahrensoptionen zur Senkung von Energiebedarf und Treibhausgasemissionen der Berliner Kläranlagen (E-VENT)

Projektnehmer

Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH

Berliner Wasserbetriebe AöR

Technische Universität Berlin

Projektvolumen

Projektbeginn

09.03.2017

Laufzeit

36 Monate

Kurzbeschreibung

Unter den kommunalen Einrichtungen Berlins zählen die Kläranlagen zu den größten Energieverbrauchern. Trotz bereits umgesetzter Maßnahmen zur Energieeinsparung und einer Betriebsführung, bei der das im Klärprozess anfallende Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt wird, liegt der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch aller sechs Berliner Klärwerke bei über 90.000 MWh, was zu einem signifikanten Beitrag an damit verbundenen Treibhausgasemissionen führt (40.000 t CO2.eq/a).

Im Vorhaben E-VENT sollen neue Verfahrensvarianten untersucht werden, mit denen eine weitere Steigerung der energetischen Optimierung von Berliner Klärwerken erreicht werden kann. Eine wichtige Zielstellung ist dabei, die in den Fokus zu nehmenden Verfahrensvarianten auf Umsetzbarkeit unter den spezifischen Betriebsbedingungen der Berliner Klärwerke zu überprüfen. Dies erfolgt in enger Kooperation von Fachleuten des Kompetenzzentrums Wasser Berlin und den Berliner Wasserbetrieben.

Auf den Prüfstand kommen alternative Verfahren der Stickstoff- und Kohlenstoffentfernung, sowie Verfahren zur Steigerung der Biogasausbeute in der Klärschlammbehandlung. Für den größten Teil der zu untersuchenden Verfahrensoptionen liegen bereits Daten aus früheren Projekten des KWB vor, die auf die Prozessbedingungen der Großklärwerke übertragen werden sollen.

Darüber hinaus werden auch experimentelle Prozessbetrachtungen im Labor- und Pilotmaßstab durchgeführt. Hinsichtlich des Verfahrens „granulierter Schlamm“ soll insbesondere die Frage geklärt werden, ob und inwieweit die Bildung von granulierter Biomasse mit Berliner Abwasser überhaupt möglich ist. Des Weiteren sollen Versuchsreihen zur Behandlung von Klärschlamm mit Thermo-Chemischer-Hydrolyse sowie Thermo-Druck-Hydrolyse durchgeführt werden, um die Verfahrenseffizienz und Risiken bei unterschiedlicher Schlammzusammensetzung verlässlicher einschätzen zu können.

Das Vorhaben wird im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Berlin (Förderkennzeichen 1158-B5-0). Darüber hinaus beteiligen sich die Berliner Wasser Betriebe an den Projektausgaben.

Kontakt

Dr. Christian Loderer (KWB)

christian.loderer(at)kompetenz-wasser.de

Regina Gnirß (BWB)

regina.gnirss(at)bwb.de

 

Finanzierung: