Erdre Study on Cyanobacteria in the River Erdre

Globale Studie zur Identifizierung und Begrenzung von Cyanobakterien und den verbundenen Toxinen im Fluss Erdre (Frankreich)

Projektpartner :KWB, Veolia, Setude, Bi-EauProjektvolumen :125.400 €Projektbeginn :01.01.2003Laufzeit :12 Monate

Kontext

Der Fluss Erdre im Westen Frankreichs war in den letzten Jahren einem massiven Anstieg von Cyanobakterien ausgesetzt, was sich auf den Erholungswert aufgrund der möglichen Gefahr für die menschliche Gesundheit sehr nachteilig ausgewirkt hat. Zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) hat das KWB im Auftrag des lokalen Interessensverbandes E.D.E.N. an einer umfassenden Studie zum Cyanobakterienwachstum sowie zur Entstehung und Freisetzung von Algentoxinen teilgenommen, um Strategien zur Eindämmung dieser Phänomene zu entwickeln.


Erwartete Ergebnisse 

 

Umsetzung

Von Ende 2002 bis Anfang 2004 lief das Projekt in Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Partnern in Frankreich und Deutschland. Von den Spezialisten des Umweltbundesamtes in Berlin (Dr. Chorus, Dr. Fastner) wurden Laboruntersuchungen durchgeführt, um den Einfluss von drei verschiedenen Faktoren auf die Entwicklung von Cyanobakterien und deren Toxinen zu identifizieren. Die Studie betraf die fadenförmige Spezies Planktothrix agardhii und das verbundene Toxin Microcystin, die im Fluss Erdre vorherrschen.

1. Nährstoffe:
Um den Einfluss einer Limitierung von Nährstoffen (Stickstoff und Phosphor) auf das Wachstum von Cyanobakterien und die Freisetzung der verbundenen Toxine zu bestimmen, wurden vom UBA Laborkulturen mit einer Begrenzung von Nährstoffen angelegt.

2. Fließgeschwindigkeit:
Der potentielle Einfluss der Fliessgeschwindigkeit auf das Cyanobakterienwachstum, die Zellenstabilität und die Freisetzung von Toxinen wurde in der Fliesssimulationsanlage vom UBA in Berlin-Marienfelde in einem künstlichen Fluss mit massiven Planktothrix agardhii Kulturen getestet.

3. Sedimente:
Adsorption, Degradation und Freisetzung von Microcystin in den Sedimenten des Flusses Erdre wurden durch Laboruntersuchungen gemessen.
Sedimente könnten auch das Wachstum begünstigen, indem sie Nährstoffe und Cyanobakterien lagern und eventuell wieder freisetzen können. Dies wurde auch im Rahmen der Studie untersucht.


Anfang 2004 ermöglichten die zusammengefassten Ergebnisse ein detailliertes Verständnis der Phänomene zur Entwicklung von Sanierungsmaßnahmen.

 

Partner der Studie

Entente pour le Développement de l'Erdre Navigable (E.D.E.N.), SETUDE, KWB in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt, Anjou Recherche (Veolia Water), Eco Environnement Ingénierie, BCEOM, BI-EAU.

 

Was sind Cyanobakterien ?

Cyanobakterien oder "Blaualgen" sind Bakterien, die zu einer Photosynthese befähigt sind. Die massive Vermehrung in Gewässern stellt ein Gesundheitsrisiko dar, indem bestimmte Stämme Toxine freisetzen können.

Mehr Informationen zu Cyanobakterien und Toxinen:
“Toxic Cyanobacteria in Water: A guide to their public health consequences, monitoring and management” (CHORUS, BARTRAM, WHO 1999)

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Kontakt

Dr. Bodo Weigert (KWB)
bodo.weigert(at)kompetenz-wasser.de