OXIRED 2  Oxidation und künstliche Grundwasseranreicherung



Projekttitel

Optimierung der Entfernung von organischen Schadstoffen bei der künstlichen Grundwasseranreicherung durch Redox-Kontrolle und weitergehende Oxidationsverfahren – Phase 2

Projektnehmer

Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB)

Technische Universität Berlin (TUB)

Umweltbundesamt (UBA)

Umwelt- und Ingenieurleistungen GmbH Dresden (UIT)

Projektvolumen

498.953 €

Projektbeginn

01.05.2009

Laufzeit

24 Monate

Kurzbeschreibung

Untergrundpassage, wie sie beispielsweise bei der Uferfiltration und künstlichen Grundwasseranreicherung genutzt wird, hat sich bei der Trinkwasseraufbereitung als effiziente Barriere für eine Vielzahl von Substanzen herausgestellt, die in Oberflächengewässern vorkommen. Darüber hinaus wird sie verbreitet als letzte Reinigungsstufe nach konventioneller Abwasserbehandlung genutzt. Es bestehen jedoch Einschränkungen hinsichtlich der Wirksamkeit zur Eliminierung von gelöstem organischem Kohlenstoff (DOC) und einigen organischen Spurenstoffen. Das Projekt OXIRED soll aufzeigen, inwiefern eine Kombination mit Oxidationsverfahren (z.B. Ozonung) die Reinigungsleistung hinsichtlich der genannten Stoffe erhöhen kann.

In einer Vorstudie (OXIRED-1) wurden auf der Basis von Literaturrecherchen und Experimenten im Labor- und technischen Maßstab die theoretischen Vorteile und möglichen Limitierungen eines solchen Systems abgeschätzt und Wissenslücken identifiziert. Auf dieser Basis wurden Empfehlungen für die Implementierung einer Pilotanlage abgeleitet im Hinblick auf die technischen Anforderungen sowie hydraulischen und hydrochemischen Rahmenbedingungen.

In zur Zeit laufenden zweiten Projektphase werden die Versuche im Labor- und technischen Maßstab zielgerichtet auf die offenen Fragestellungen fortgeführt (Arbeitspaket 1). Dabei sollen vor allem die Bildung und der Abbau möglicherweise toxischer Oxidationsnebenprodukte untersucht werden und die Erfahrungen auf eine Anlage im Pilotmaßstab übertragen werden. Darüber hinaus sollen verschiedene Standorte für eine Demonstrationsanlage identifiziert und auf der Basis verfügbarer Daten auf ihre Eignung überprüft werden (Arbeitspaket 2). In einem dritten Arbeitspaket werden Laborversuche zur Redoxkontrolle in Infiltrationsbecken durchgeführt werden, begleitet von Modellierungen zum reaktiven Stofftransport, die Möglichkeiten zur optimalen Gestaltung von Infiltrationsbecken aufzeigen sollen.

 

Kontakt

Dr. Gesche Grützmacher (KWB)

gesche.gruetzmacher(at)kompetenz-wasser.de

Finanzierung: